Cambridge am Hammonense: Schülerinnen und Schüler erreichen internationales Sprachzertifikat

Ein Jahr lang bereiteten sich 20 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Hammonense unter der Leitung der damaligen Referendarin Karolina Schmieder auf die anspruchsvolle Cambridge-Prüfung C1 Advanced vor. Die freiwillige AG fand regelmäßig in der 7. Stunde und damit in der Mittagspause statt. Mit offiziellem Cambridge-Material trainierte die Gruppe gezielt für die verschiedenen Prüfungsteile.

Die meisten Teilnehmenden besuchten zu diesem Zeitpunkt die Q1 (Jahrgangsstufe 12). Doch die Begeisterung für Englisch ging über den Jahrgang hinaus: Eine Schülerin aus der EF (Jahrgangsstufe 11) trat der AG sogar noch während ihres Auslandsaufenthaltes in den USA bei. Eine weitere Teilnehmerin besuchte erst die Jahrgangsstufe 10.

Das gemeinsame Ziel war das Sprachniveau C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens. Damit stellten sich die Jugendlichen bereits vor dem Abitur einer besonderen Herausforderung: Mit dem Abitur werden in der fortgeführten Fremdsprache regulär Kenntnisse auf dem Niveau B2 mit Anteilen von C1 ausgewiesen.

Als Schmieder nach Abschluss ihres Referendariats das Hammonense Ende April verließ, wurde die Vorbereitung bis zur Prüfung online über die Schulplattform IServ fortgesetzt. Für den mündlichen Prüfungsteil traf sich die Gruppe zusätzlich in Schmieders Garten, um unter möglichst realistischen Bedingungen Prüfungssituationen zu simulieren.

Am 10. Juli 2026 wurde es schließlich ernst: Die ganztägige Cambridge-Prüfung fand direkt am Gymnasium Hammonense statt. Um eine ausreichend große Teilnehmerzahl für einen eigenen Prüfungstag vor Ort zu ermöglichen, kooperierte das Hammonense mit Schloss Heessen. Von der vorbereitenden AG traten 16 Schülerinnen und Schüler zur Prüfung an, hinzu kamen vier Jugendliche von Schloss Heessen. Alle 20 absolvierten die Prüfung erfolgreich.

Für die Jugendlichen war es ein anstrengender und zugleich aufregender Prüfungstag, an dem sie über viele Stunden hinweg ihre Englischkenntnisse in unterschiedlichen Kompetenzbereichen unter Beweis stellen mussten. Die Cambridge-Prüfung umfasst Reading and Use of English, Writing, Listening und Speaking. Die mündlichen Prüfungen wurden von Cambridge-zertifizierten Prüferinnen und Prüfern abgenommen, die weiteren Prüfungsleistungen anschließend zur offiziellen Korrektur und Bewertung an Cambridge übermittelt.

Organisiert wurde der Prüfungstag von Karolina Schmieder in Zusammenarbeit mit Klett und einem externen Prüfungspartner aus den Niederlanden. Eine wichtige Unterstützung während des gesamten Projekts war Julia Willecke, Fachschaftsvorsitzende Englisch und inzwischen stellvertretende Schulleiterin des Gymnasiums Hammonense. Sie begleitete und unterstützte Schmieder sowohl bei der längerfristigen Planung und Organisation als auch ganz praktisch am Prüfungstag und trug damit wesentlich dazu bei, dass die Cambridge-Prüfung in dieser Form direkt am Hammonense stattfinden konnte.

Die Ergebnisse belohnten schließlich den großen Einsatz: Alle 20 Prüflinge haben die anspruchsvolle Cambridge-Prüfung erfolgreich absolviert und damit eine bemerkenswerte sprachliche Leistung erbracht. Bereits das angestrebte C1-Niveau während der Schulzeit nachzuweisen, ist ein großer Erfolg, auf den die Schülerinnen und Schüler stolz sein können.

Gruppenfoto cambridge Zertifikat

Drei Ergebnisse gingen sogar noch über das angestrebte Niveau hinaus: Helena Holthoff, Sam Lukas Koch und Noelia Llazo erreichten Grade A. Aufgrund ihrer hohen Punktzahl bescheinigt ihnen Cambridge damit bereits das Sprachniveau C2 – die höchste Stufe des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens. Noelia Llazo erzielte mit 208 von 210 möglichen Punkten sogar fast die Höchstpunktzahl.

Mit dem Cambridge English Certificate erhalten die Schülerinnen und Schüler einen international anerkannten Nachweis ihrer Sprachkompetenz, der ihnen auch über die Schulzeit hinaus – beispielsweise bei Studium, Bewerbungen oder Auslandsaufenthalten – von Nutzen sein kann. Die erfolgreichen Ergebnisse zeigen zugleich, welches sprachliche Niveau Schülerinnen und Schüler bereits während ihrer Schulzeit erreichen können, wenn Interesse an der Sprache und die Bereitschaft zu zusätzlichem Engagement zusammenkommen.